Harald Schaub

Friedel Jenny Konitzer

„Die Bilder der Malerin Friedel Jenny Konitzer sind die zu großen, monumentalen Symbolen verdichteten Zeichen unserer Gegenwart, es sind Konzentrate unserer von Technik und Wissenschaft beherrschten Zeit.“

Walter Junge, Goslarsche Zeitung, 1970

Leben

Am 12. November 1915 wird die Künstlerin als Elfriede (Friedel) Jenny Warburg in Köln geboren. Ihr Vater ist Arzt, die Mutter eine Heimatdichterin. Sie hat drei Geschwister. Ihre ältere Schwester, Dr. Anni Wagner, geborene Warburg (1899 - 1993) ist Kunsthistorikerin, die ihr die Liebe zur Kunst vermittelt und sie zur künstlerischen Betätigung ermuntert.

1936 macht Friedel Jenny Abitur an einem humanistischen Gymnasium Köln. Weil sie Modedesignerin werden will, beginnt sie eine Schneiderlehre, die sie jedoch nicht beendet. Ein Jahr später, 1937, heiratet Friedel Jenny den Diplom-Kaufmann Dr. Clemens Paul Johannes Konitzer (1906 - 1978). Beide leben einige Jahre in Berlin-Wilmersdorf.

1945 übersiedelt das Ehepaar Konitzer nach Goslar. Clemens Konitzer ist hier bis zu seiner Pensionierung als Geschäftsführer der Unterharzer Berg- und Hüttenwerke GmbH und von 1953 an zugleich als Direktor bei der Preussag AG Metall tätig.

Weil Friedel Jenny Konitzer keine eigenen Kinder bekommen kann, adoptiert das Paar den Pflegesohn Axel Krause (25.05.1948 - 27.11.1981).

Von 1953 an wendet sich Friedel Jenny Konitzer der freien Kunst zu - zunächst als Autodidaktin. Sie eröffnet in dieser Zeit ihr erstes eigenes Atelier in Goslar. Ab 1954 nimmt sie Privatunterricht bei dem Hannoveraner Maler Erich Rhein (1902 - 1956), Professor an der Werkkunstschule Hannover. Hier lernt sie den Grafiker Fred Jacobson (1922 - 2013) kennen. Die beiden verbindet eine jahrzehntelange Künstlerfreundschaft. Über Jacobson lernt Konitzer auch den Hannoveraner Maler Harald Schaub kennen.

1956 beteiligt sie sich erstmals an einer Ausstellung. Von nun an präsentiert sie ihre Werke regelmäßig auf Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen. Sie stellt auch gemeinsam mit Jacobson aus. Sie ist in dieser Zeit bereits Mitglied im Bund Bildender Künstler, Harz. Das Ehepaar Konitzer geht inzwischen getrennte Wege, bleibt aber verheiratet.

1964 wird die Künstlerin erstmals von Ängsten verfolgt, die sie phasenweise überkommen und einige Klinikaufenthalte nach sich ziehen. Die in diesen Zeiten entstandenen Bilder spiegeln ihre Ängste wider.

1967 werden Friedel Jenny Konitzer und der inzwischen in Steinhude lebende Harald Schaub ein Paar, das allerdings nicht zusammen wohnt. Beide sind bis zum Tod Schaubs 1991 liiert. Anfang der 1970er Jahre verlässt Konitzer Goslar und zieht nach Hannover, wo sie ihr eigenes Atelier eröffnet.

1971 beginnt sie mit dem Bau ihres Wohn- Atelier- und Galeriehauses in Altenhagen-Hagenburg in der Nähe des Steinhuder Meeres. Das Haus wird 1972 eröffnet. Sie macht daraus eine kulturelle Begegnungsstätte. Hier arbeitet die Künstlerin, bis ins hohe Alter von 93 Jahren.

Von 1975/76 an stellt Konitzer ihre Werke nur noch im Umland aus. Im Alter von rund 60 Jahren wird ihr der Transport der großformatigen und schweren Werke zu mühsam. Auf Einladung des Landkreises Hannover präsentiert sie ihre Werke auf einer großen Wanderausstellung durch den Landkreis.

1977 erscheint in der Zeitschrift "Die Kunst und das schöne Heim" ein Beitrag über das Atelierhaus und die Arbeiten von Friedel Jenny Konitzer. Autorin des Artikels ist die Kunsthistorikerin Dr. Anni Wagner.

Am 17. April 1978 stirbt ihr Ehemann Dr. Clemens Konitzer, am 27. November 1981 kommt ihr Sohn Axel bei einem Unfall ums Leben. 1991 stirbt ihr Lebensgefährte Harald Schaub.

Im Jahr 2008 zieht Friedel Jenny Konitzer in eine Seniorenresidenz in Neustadt am Rübenberge. Hier stirbt sie am 20. September 2013 kurz vor ihrem 98. Geburtstag.

Studienreisen

Italien / Spanien / Island / Norwegen /Kanarische Inseln / Nordafrika (Casablanca)

Ausstellungen (Auswahl)

Goslar / Münster / Hannover / Mainz / Wiesbaden / Salzgitter / Frankfurt am Main / Wanderausstellung durch den Landkreis Hannover (1975/76) / Steinhude / Hagenburg / Neustadt am Rübenberge

Werk
Ausstellungen
Rezensionen
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